Entstanden ist sie in der Werkstatt einer bayerischen
Berufsschule. Heute leuchtet sie in aller Welt. Für die Erfindung ihrer
umweltweltfreundlichen Lampe "Solar 2000" wurden die Schüler von der UN
ausgezeichnet.
Schließlich muss die Solarlampe einiges aushalten. Nicht nur den Transport in mittlerweile über 30 Länder dieser Erde. Dort, wo sie zum Einsatz kommt, ist Härte gefragt. In den einfachen Lehmhütten oder Steinhäusern Tansanias, Liberias, Ghanas oder Boliviens fällt sie schnell mal auf den Boden und spendet trotzdem noch helles, rußfreies Licht. Vor allem aber ist sie viel ungefährlicher und gesünder als die herkömmlichen Petroleumlampen.
Exportschlager Solarlampe
In einigen Entwicklungsländern sind sogar Werkstätten für die Montage und die Verbreitung der innovativen Technologie entstanden. 2003 erhielt Popp für das ehrgeizige Projekt den Deutschen Solarpreis, zwei Jahre später wurde der Verein als Offizielles Projekt der UN-Dekade "Bildung für nachhaltige Entwicklung" ausgezeichnet.
Eine Lampe zum Radiohören
69 Euro kostet eine Lampe inklusive Solarmodul, der komplette Bausatz kostet 59 Euro. Inzwischen hat das Projekt viele Unterstützer gefunden. Interessenten, vor allem auch Schüler aus ganz Deutschland, wenden sich an den Verein und bestellen die Lampen oder Bausätze, um sie Entwicklungsländern zu spenden. Der Verein "Solarprojekt Freilassing" bildet junge Menschen in Freilassing aber auch vor Ort in den verschiedenen Ländern aus.
Mehr als technisches Know How
Bei Einsätzen vor Ort können die Schüler ihr Wissen an junge Menschen in Entwicklungsländern weitergeben - und dabei selbst etwas lernen, betont Popp. "Sie haben alle einen anderen Blick auf Entwicklungsländer bekommen", beobachtet der pensionierte Lehrer. "Vor allem aber haben sie hautnah erfahren, dass es uns in Deutschland sehr gut geht."
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